Copa del Rey

Pokal-Wahnsinn in Granada: Barca dreht einen 0:2-Rückstand und ballert sich ins Halbfinale!

FC Barcelona
Foto: JORGE GUERRERO/AFP via Getty Images

Der FC Barcelona steht im Halbfinale der Copa del Rey. Die Blaugrana drehte am Mittwochabend einen 0:2-Rückstand gegen den FC Granada und zitterte sich mit einem 5:3-Erfolg nach Verlängerung eine Runde weiter.

Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze, auch in Spanien. Der FC Barcelona hat sich nach einem verrückten Pokal-Fight gegen den FC Granada für das Halbfinale in der Copa del Rey qualifiziert. Die Elf von Ronald Koeman tat sich dabei deutlich schwerer als erwartet und lag zwischenzeitlich mit 0:2 zurück. Mit zwei späten Toren rettete sich Barca noch in die Verlängerung und setzte sich dort mit 5:3 durch.

Barca drückt Granada trifft

Im Vergleich zum Heimsieg gegen Athletic Bilbao am vergangenen Wochenende wechselte Koeman auf insgesamt drei Positionen. Für Óscar Mingueza durfte Sergi Roberto von Anfang an ran. Auch Pjanic und Dembele mussten ihren Startplatz für Busquets und Trincão räumen.

Barca präsentierte sich im Nuevo Los Cármenes von Anfang an als die spielbestimmende Mannschaft und ließ eine Vielzahl an großen Möglichkeiten liegen. Allein in den ersten zehn Minuten hätten Araújo und Messi die Blaugrana bereits mit 2:0 in Front bringen können.

Wie so oft im Fußball wurde das Spiel in der 33. Minute dann vollkommen auf den Kopf gestellt, als Granada eine Unaufmerksamkeit der Barca-Hintermannschaft eiskalt nutzte und Kenedy die Gastgeber mit 1:0 in Führung brachte. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Soldado schockt die Blaugrana früh, Alaba gleicht spät aus

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte direkt der nächste Rückschlag für Barca: Keine 60 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Soldado auf 2:0 für Granada. Die Katalanen waren sichtlich geschockt von dem zweiten Gegentreffer und nahmen erst ab der 60. Minute langsam wieder Fahrt auf. In der 62. hatte Trincão die große Chance zum 1:2-Anschlusstreffer, doch dessen Schuss aus knapp zehn Metern landete nur an der Latte.

Koeman brachte kurz darauf mit Dembele und Braithwaite (beide 63.) und Riqui Puig (76.) drei neue Kräfte für die Offensive. Dennoch fehlte es Barca an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff. Erst in den Schlussminuten wurde es nochmals gefährlich. In der 82. scheiterte Griezmann mit einem Fallrückzieher an Granada-Keeper Aarón. In der 87. hämmerte Dembele den Ball ein zweites Mal an der Latte und zu diesem Zeitpunkt sah vieles danach aus, als würde Barca aus dem Pokal ausscheiden.

Kurz vor dem Ende der Partie wurde es dann nochmals richtig hektisch: In der 89. verkürzte zunächst Griezmann, nach einer Hereingabe von Messi, auf 1:2. Vier Minuten rettete Jordi Alaba mit seinem Last Minute-Treffer Barca in die Verlängerung.

Barca behält in der Verlängerung die Nerven

In der Verlängerung ging es genauso packend weiter. Barca drückte auf die Führung und ging in der 100. Minute durch Antoine Griezmann mit 3:2 in Führung. Allzu lange hielt der Jubel jedoch nicht, denn bereits in der 103. glich Fede Vico, nach einem Foulspiel von Dest im eigenen Strafraum, vom Punkt zum 3:3 aus.

Anders als in der regulären Spielzeit behielten Lionel Messi & Co. jedoch die Nerven und vertrauten auf ihre Qualitäten. In der 108. brachte de Jong, nach erneuter Messi-Vorarbeit, Barcelona erneut mit 4:3 in Führung. Den Schlusspunkt des Spiels setzte Alba in der 113., als er mit einem wuchtigen Schuss das 5:3 für Barca erzielte und damit endgültig den Deckel auf die Partie setzte.

Im Halbfinale (mit Hin- und Rückspiel) trifft Barcelona nun auf den FC Sevilla.